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Aphelion

Persephone ist schön. Leider auch das Einzige, was wirklich funktioniert.

Erscheinungsjahr
2026
Genre
indie, adventure
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Kurzfazit

Starke Darsteller, ein atmosphärisch dichtes Setting und ein science-grounded Sci-Fi-Plot prallen auf steifes Klettern, lahme Stealth-Segmente und hartnäckigen Technik-Jank. Aphelion wäre als Film fast untadelig – als Spiel bleibt es hinter seinem eigenen Anspruch zurück.

Warum sich das Spiel lohnt

  • Persephone als Alien-Schauplatz: weite Eisflächen, surreale Felsformationen, photorealistische Weite
  • Vanessa Dolmen und Eric Geynes liefern Solo-Performances, die trotz fehlender Interaktion fesseln
  • Amines Bouhafas Streicher-Soundtrack verstärkt die Einsamkeit des Planeten auf beeindruckende Weise
  • Der eröffnende Stealth-Moment auf dem gefrorenen See – kurz, spannungsgeladen, unvergesslich
  • Dual-Perspektive: Arianes Aktion contra Thomas' Erkundung als strukturelles Rückgrat
  • ESA-Kollaboration verleiht der Science-Fiction-Welt eine glaubwürdige, wissenschaftlich fundierte Basis

Worauf du achten solltest

  • Der Launch-Zustand ist technisch inakzeptabel: Kollisionsabfrage, Animationsfehler und Checkpoints trüben die cineastische Inszenierung.
  • Die Story-Prämisse (mysteriöse Nexus-Strukturen, das Phänomen 'Source') wird nie so konsequent eingelöst wie sie aufgebaut wird.
  • Constant monologuing beider Figuren erklärt zu viel und lässt zu wenig Raum für stille Atmosphäre – Persephones Wirkung verpufft.

Für wen ist das Spiel – und für wen nicht?

Ideal für:

Sci-Fi-Fans, die cineastisches Storytelling über Gameplay-Tiefe stellen. Wer Interstellar, Gravity oder Project Hail Mary liebt und ein lineares, atmosphärisches Abenteuer sucht, das Emotion über Mechanik stellt.

Eher nicht für:

Spieler, die handfestes, reaktionsfreudiges Third-Person-Gameplay erwarten. Wer bei Uncharted oder Jusant die Spielmechanik geschätzt hat, wird von Aphelions Klettereinlagen enttäuscht sein. Auch Stealth-Puristen werden sich fremdschämen.

Häufige Fragen zu Aphelion

Auf welchen Plattformen ist Aphelion verfügbar?
Aphelion erschien am 28. April 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC (Steam). Es ist außerdem im Game Pass enthalten. Eine physische Version (Pioneer Edition für PS5) soll am 2. Juli 2026 folgen.
Wie lange ist Aphelion?
Die meisten Spieler berichten von einer Spielzeit zwischen sechs und sieben Stunden für einen Durchlauf. Das Spiel ist linear angelegt und bietet keine Wiederspielbarkeit durch Verzweigungen.
Von wem wurde Aphelion entwickelt?
Aphelion wurde von Don't Nod entwickelt und veröffentlicht – dem französischen Indie-Studio hinter Life is Strange, Vampyr, Jusant und Lost Records: Bloom & Rage. Don't Nod hat für Aphelion außerdem mit der Europäischen Weltraumagentur (ESA) zusammengearbeitet.
Wie viele spielbare Charaktere gibt es?
Es gibt zwei spielbare Charaktere: Astronautin Ariane Montclair und ihren Partner Thomas Cross. Das Spiel wechselt regelmäßig zwischen beiden Perspektiven. Arianes Abschnitte sind aktionslastiger (Klettern, Greifhaken), Thomas' Kapitel ruhiger und rätsellastiger.
Was ist die Nemesis in Aphelion?
Die Nemesis ist eine Kreatur auf dem Planeten Persephone, die beide Protagonisten durch das Spiel verfolgt. Sie reagiert ausschließlich auf Geräusche, was Arianes Stealth-Abschnitte prägt – auch wenn die Mechanik in der Praxis wenig Tiefe entwickelt.
Ist Aphelion eher Story- oder Gameplay-fokussiert?
Aphelion versucht beides zu verbinden, schlägt jedoch das Gleichgewicht eindeutig zur Story-Seite aus. Cinematische Präsentation, starke Voice-Performances und die emotionale Beziehung der Figuren sind die Hauptstärken. Das Gameplay – Klettern, Stealth, einfache Rätsel – bleibt hinter Genrekollegen deutlich zurück.
Hat Aphelion technische Probleme zum Launch?
Ja. Mehrere Reviews und Nutzerstimmen berichten von Clipping-Fehlern, ungenauen Kollisionsabfragen beim Klettern, schwebenden Charakteren in Sprungsequenzen und vielen unsichtbaren Wänden. Patches wurden zum Testzeitpunkt noch nicht ausgerollt.
Lohnt sich Aphelion für Fans von Don't Nods bisherigen Spielen?
Nur bedingt. Wer Don't Nod für narrative Stärke wie in Life is Strange oder Lost Records schätzt, wird von Aphelions Story-Auflösung eher enttäuscht sein. Wer hingegen die cineastische Präsentation und Atmosphäre des Studios liebt, findet trotz schwachem Gameplay genug Momente, die das Durchhalten lohnen – vor allem im Game Pass.