Kurzfazit
30 Jahre nach dem Fiasko von Bubsy 3D übernimmt Fabraz das Ruder – mit einem straffen Moveset, offenem Leveldesign und dem nötigen Selbstbewusstsein, um über das eigene Erbe zu lachen. Bubsy 4D ist kein Wunderkind, aber ein aufrichtig guter Platformer, der jeden überrascht, der mit niedrigen Erwartungen reingeht.
Warum sich das Spiel lohnt
- Erster 3D-Bubsy seit Bubsy 3D (1996) – und deutlich besser
- Entwickelt von Fabraz (Demon Turf), einem der besten Indie-Platformer-Studios
- Hairball-Modus als Super-Monkey-Ball-artiges Gameplay-Element
- Drei Planeten, je fünf Level, je ein BaaBot-Bossfight
- Vollständig synchronisierte Cutscenes mit Sean Chiplock als Bubsy
- Kostengünstiger Einstieg: 19,99 USD auf allen Plattformen
Worauf du achten solltest
- Kamera verliert bei maximaler Geschwindigkeit zeitweise den Überblick
- Umfang bleibt überschaubar – speedrunfreundlich, aber kein Langzeittitel
- Jokes auf Kosten von Bubsys Vergangenheit können nach einer Weile ermüden
Story & Atmosphäre
Die Alien-Woolies haben sämtliche Erdschafe entführt. Bubsy stört das herzlich wenig – bis die Schafe die Woolie-Technologie übernehmen, sich als BaaBot-Fraktion neu formieren und Bubsys wertvollsten Besitz klauen: das Goldene Vlies. Mit seinem Grüppchen aus alten Bekannten – Terri, Terry, Virgil und Oblivia – kapert Bubsy ein BaaBot-Raumschiff und macht sich auf, das Vlies auf drei außerirdischen Planeten zurückzuholen. Die Story ist bewusst leichtgewichtig, liefert aber den nötigen Rahmen für Bubsys vierte Wand brechende Kommentare: Er spielt mit seinem eigenen zweifelhaften Ruf, frotzelt über sein Alter und weiß genau, dass er eigentlich niemand mehr erwartet hat. Für einen E10+-Titel mit Familienanspruch sitzt der Ton überraschend gut.
Für wen ist das Spiel – und für wen nicht?
3D-Platformer-Fans, die mechanische Tiefe und ein expressives Moveset schätzen. Speedrunner, die Leaderboard-Competition suchen. Nostalgiker, die Bubsy noch eine faire Chance geben wollen.
Spieler, die langen Umfang und AAA-Produktionsbudgets erwarten. Wer mit dem selbstironischen Bubsy-Humor nichts anfangen kann, wird auch von der Story nicht mitgerissen.